Papierfabrik Cham
Die Papiermaschine PM 3, undatiert (ca. 1914/1915)
Was als einfache Papiermühle 1657 an der Lorze entstand, entwickelte sich zum grossindustriellen Betrieb, der in verschiedener Hinsicht ortsprägend war: ökonomisch, politisch, aber auch raumplanerisch. Die Papierproduktion lief von 1657 bis 2015, also genau 358 Jahre lang. Eine beispiellose Zeit mit vielen Umbrüchen.
Die Phase der Pioniere 1657–1911
In der ersten Phase ihres Bestehens war die Papierfabrik Cham ein einfacher Handwerksbetrieb. Erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die einfache Papiermühle zu einem grossen Industriebetrieb, zum einen dank neuer Maschinen, zum anderen dank neuer Technologien.
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Die Epoche trägt den Namen derjenigen Person, welche für diese Jahrzehnte prägend war: Robert Naville-Vogel (1884–1970). Naville führte die Papieri als Aktiengesellschaft erfolgreich durch zwei Weltkriege, durch zwei Weltwirtschaftskrisen, aber auch durch die Hochkonjunktur.
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Der Umbruch 1971–2015
Nach der Hochkonjunktur veränderte sich der Schweizer Papiermarkt. Die Papierfabrik Cham geriet unter Druck. Zuerst versuchte sie ihr Glück mit Zukäufen und Diversifikationen, dann mit einer radikalen Spezialisierung und Internationalisierung. Schliesslich gab sie die Papierproduktion auf.
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Die Gegenwart und Zukunft ab 2015
Durch die Aufgabe der Papierproduktion beginnt auf dem Areal der einstigen Papierfabrik eine neue Epoche. Die «Cham Group» entwickelt das Gelände. Das heisst: Sie nutzt bestehende Gebäude um, sie restauriert historisch wertvolle Gebäude und sie erstellt neue Bauten – das Papieri-Areal verändert sich und lebt weiter.
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Luftaufnahme der Papierfabrik Cham, 22.09.1956